Presseaussendung vom 22.01.04
Die Fußgängerunterführung beim Bahnhof Seekirchen
muss oberste Priorität haben!
LeSe-Sprecher Walter Gigerl:
Hier steht die Sicherheit aller Bahnkunden auf dem Spiel.
Ebenso wie am Bahnhof in Steindorf, wo der Bau einer Fußgängerunterführung
im Zusammenhang mit Park and Ride noch für dieses Jahr vorgesehen ist, muss
auch am Bahnhof in Seekirchen endlich die Unterführung errichtet werden!
Wir brauchen dort endlich eine Unterführung! Diese Forderung erhebt
Walter Gigerl von der Liste Lebenswertes Seekirchen (LeSe) angesichts
der permanenten Verschleppung, welche das Unterführungs-Projekt seit Jahren
erlebt. Für die Eröffnung des Gymnasiums Seekirchen im Jahr
2000 war die Fertigstellung dieser Unterführung bereits zugesagt. Seither
hindert ein lächerliches Plastikzaun-Provisorium SchülerInnen und
Erwachsene daran, eine höchst gefährliche Abkürzung über
die Bahngleise nehmen zu können. Diese Gefahrenquelle gehört endlich
wirksam entschärft, so der LeSe-Sprecher, der meint: Die Unterführung
in Seekirchen muss Priorität vor allen anderen Projekten haben.
Zudem ist Gefahr in Verzug, da sich die Situation am Seekirchner
Bahnhof durch die vor kurzem durchgeführten Umbauarbeiten noch drastisch
verschlechtert hat.
Der Grund: Ab Ende Jänner sollen die schon lange angekündigten Nahverkehrszüge Talent auch
auf dieser Strecke eingesetzt werden. Dafür wurden die beiden Randbahnsteige
erhöht und die beiden Mittelgleise werden als Durchfahrtsgleise verwendet. Das
bedeutet, dass seit Montag 19. Jänner alle Fahrgäste vom Bahnhofsgebäude
- wo sich Fahrkartenschalter, Toiletten, beheizter Warteraum, sowie Parkplätze
und Fahrradabstellplätze befinden - über den vereisten und verschneiten
Steg gehen müssen, um in den Zug nach Salzburg steigen zu können.
Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich auszumalen, dass die Zahl jener,
welche die Abkürzung über die Gleise wählen, zunehmen wird,
prophezeit Gigerl.
Was dabei jedoch überhaupt nicht bedacht wurde ist jener Personenkreis,
für den dieser Steg ein unüberwindliches Hindernis ist!
Gehbehinderte Menschen jeden Alters und vor allem auch Frauen mit Kinderwägen
sind dadurch von der Benützung des Zuges ausgeschlossen ( außer
sie nehmen einen Umweg von ca. 2 km in Kauf, den sie dann je nach Situation
sogar zwei mal machen müssen).
Daher haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet, in der wir einerseits
die baldige Realisierung der Fußgängerunterführung verlangen
und andererseits ein 5 Punkte Sofortprogramm verlangen. Die Unterschriftenaktion
wird von vielen Pendlern sehr positiv aufgenommen. Innerhalb kurzer Zeit haben
wir bereits 100 Unterschriften gesammelt, die wir bei Bedarf überall dort
vorlegen werden, wo es helfen könnte (wir sammeln natürlich weiter
und freuen uns über jede Unterstützung). Einseitige Schuldzuweisungen
bringen uns jetzt nicht weiter und vorerst muss die Situation verbessert werden!
Als kleinen Erfolg der Unterschriftenaktion können wir schon berichten,
dass sich ein anwesender ÖBB Bediensteter darum bemüht hat, dass
zwischenzeitlich ein Baucontainer als Unterstand für die Wartenden aufgestellt
wird hoffentlich bald. Herzlichen Dank
Wir dürfen nicht warten, bis in Seekirchen etwas passiert, damit etwas
passiert! betont Gigerl.
Endlich ist er da, der neue Talent Triebwagen der ÖBB,
der uns das Bahnfahren bequemer und attraktiver machen soll.
Leider ist die längst benötigte Unterführung am Bahnhof Seekirchen
noch nicht einmal im Planungsstadium!
Bund und Land, die laut ÖBB seit dem Jahr 1992 für solche Maßnahmen
zuständig sind, sollten sich schon längst über die Finanzierung
dieser Maßnahme geeinigt haben!
Daher fordern wir, dass einerseits die Planungen für die Fussgänger-unterführung
sofort in Auftrag gegeben werden und auch die Geldmittel für die Baudurchführung
bereitgestellt werden.
Bis zur Fertigstellung der Unterführung müssen als Sofortmaßnahmen
folgende
Voraussetzungen am neuen Bahnsteig auf der gegenüberliegenden Seite geschaffen
werden:
- Überdachter und windschützender Unterstand (der alte
Frachtbereich wäre vorhanden)
- Fahrkartenautomat
- Überdachte Fahrradabstellplätze
- PKW Abstellplätze (Achtung dort ist auch der neue Busumkehrplatz
für die Bundesbusse)
- Der bestehende Übergang muss überdacht werden, um ihn Schnee und Eisfrei zu halten.
